Support auf „ssss“ zu können ist gut. Entscheidend ist, ob er beim Singen erhalten bleibt — und genau da bricht er bei den meisten zusammen. Die Sirene ist der ideale Test, weil sie durch deinen ganzen Umfang läuft und jede Unsicherheit sofort hörbar macht.
Zweimal dieselbe Sirene
PlatzhalterZuerst wird sie nach oben lauter und unruhiger — der übliche Reflex. Nach der Pause dieselbe Bewegung mit gleichbleibender Lautstärke. Achte nicht auf die Tonhöhe, sondern darauf, ob die Lautstärke mitwandert.
Noch ein erzeugter Ton, keine Aufnahme – er zeigt den Verlauf, nicht den Klang einer Stimme.
Sirenen auf „i“ — 4 Minuten
- 1Beginne mit zwei Durchgängen „ssss“, damit der Support wach ist.
- 2Sing ein „i“ und gleite langsam nach oben und wieder nach unten, wie eine Sirene.
- 3Bleib leise. Die Sirene ist eine Koordinationsübung, keine Lautstärkeübung.
- 4Wiederhole 6 bis 10 Mal, mit Pausen.
Die Kurve zeigt dir, wo der Gleitweg unruhig wird — meistens genau in deiner kritischen Zone.
Achte darauf
- gleichmäßiger Klang über den ganzen Gleitweg
- kein harter Druck an der oberen Umkehr
- kontrollierter Luftstrom, auch beim Abwärtsgleiten
Achte auf die Stelle, an der die Kurve zackig wird oder du unwillkürlich lauter wirst. Das ist deine kritische Zone. Du löst sie nicht, indem du sie überspringst, sondern indem du sie langsam und leise immer wieder durchquerst.
Aufnahme: Sirene
optionalSinge ein langsames i von bequem tief nach oben und wieder zurueck.
Ziel: Gleichmaessige Kurve, kein harter Sprung und kein Kampf am oberen Ende.
Eine Aufnahme lohnt sich hier besonders: Du hörst beim Abspielen Dinge, die dir beim Singen entgehen.
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